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Position zur gründungsfreundlichen Politik

September 17, 2017

Gründerförderung ist gutes Doping für die Wirtschaft - neue Unternehmen sind die Arbeitgeber, Steuerzahler und Standortsicherer von morgen.

 

Umso wichtiger ist es, dass die Politik die Rahmenbedingungen schafft, indem ein gründungsfreundliches Klima gefördert wird. Das Start-Ups hip sind, sich jeder Politiker gern bei Inkubatoren und Start-Ups ablichten lässt, ist schon mal gut. Es zeigt die positive Grundhaltung dem Thema gegenüber. Was aber fehlt, sind die konkreten Handlungen, das wirkliche Verbessern der Rahmenbedingungen.

 

In den Niederlanden, oder in England, führe ich eine Gründung einer Kapitalgesellschaft innerhalb von nicht mal einer Woche (!) ganz entspannt und kostengünstig durch. In Deutschland braucht es teils Monate, bis eine Kapitalgesellschaft handlungsfähig ist.

 

Auch die Änderung von Firmensitz, Geschäftsführer und Gesellschaft und mehr funktioniert in diesen Ländern ganz bequem, teils im Selfservice, mit dem Laptop vom Sofa aus - innerhalb von ein paar Minuten. In Deutschland steht je erst die Terminvereinbarung beim Notar an, Gesellschafterbeschluss, Gewerbean- oder ummeldung, Besuch beim Notar, Zahlung der Handelsregistergebühren, etc. Monate gehen ins Land, bis die Firma einen neuen Sitz hat.

 

Diese Themen sind, die ich im Sinn hatte, als ich im November letzten Jahres Folgendes sagte:

 

» Deutschland braucht Unternehmergeist und Innovationen. Unternehmer gewinnt und stützt man aber nicht durch Lob in Sonntagsreden. Vor allem dann nicht, wenn ihnen danach wieder neue Knüppel zwischen die Beine geworfen werden. Bürokratie, Regulierung und Arbeitsmarktfesseln gehören abgebaut und Zugang zu Kapital muss einfacher möglich sein. Wirtschaftspolitik muss der Komplexität der Sache gerecht werden und dann auch innovationsfreundlich handeln.«

 

Ergänzen wir dies um 4 konkrete Forderungen, mit Fokus auf Gründung und Pflege von Kapitalgesellschaften:

 

1. Abschaffung des Kammerzwangs, die IHK werden umgewandelt in einen Verein, die Unternehmen, die in Ihnen eine wertvolle Betreuung sehen, dürfen gern Mitglied bleiben oder werden. Die, denen die IHK keinen Wert bringt, kündigen Ihre Mitgliedschaft. Sind die IHKs wettbewerbsfähig und bieten Nutzen für die Mitglieder, dann werden sie fortbestehen. Ansonsten braucht sie kein Mensch.

 

2. Schaffung einer neuen Institution, die ein Portal für den Self-Service für Unternehmen betreibt, nach dem Vorbild von England, den Niederlanden, oder einem anderen ähnlichen System. Mit schlanker Struktur können Unternehmen hier alle nötigen Operationen durchführen:Namensrecherche und -änderung, Eintragung neuen Geschäftsführer oder Prokuristen, Änderung des Geschäftszwecks, und vieles mehr. Hier werden auch die Jahresabschlüsse hochgeladen. Für keine Unternehmen (unter 1 Mio. Bilanzsumme und unter 100t€ Jahresüberschuss) wird nur die Bilanzsumme veröffentlicht. Das bringt zum nächsten Punkt:

 

3. Wer braucht schon das Unternehmensregister des Bundesanzeigers, das hunderte Euro Gebühr nimmt, um Zahlen auf eine Webseite zu schreiben - toller Mehrwert. Abschaffen, kann direkt auf dem vorgeschlagen Selfserviceportal besser und billiger stattfinden.

 

4. Abschaffung der gesetzlichen Regelung der Steuerberatervergütung und Reform der Buchhaltungsvorschriften für kleine Unternehmen. Wieso muss ein Gründer, der im Gründungsjahr nicht mal 100 Belege produziert über tausend Euro für Buchhaltung, Jahresabschluss und dessen Veröffentlichung zahlen?

 

Mit diesen 4 Forderungen wäre ein toller, erster Schritt gemacht um dieses Land gründerfreundlicher zu machen.

 

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